Ja, für die meisten Veranstaltungen in Deutschland ist ein Pfandsystem sinnvoll oder sogar verpflichtend. Zur Wahl stehen Barpfand mit Pfandbechern, digitale Pfandmodelle über App oder RFID sowie Pfandmarken und vertrauensbasierte Leihsysteme ohne Kaution. Welches Modell passt, hängt vom Veranstaltungstyp ab. Für die Umsetzung vor Ort, von der Zapfanlage bis zur Rücknahme, kann ein regionaler Dienstleister wie Frankies-Eventservice die Organisation erheblich erleichtern.
Kurz gesagt:
- Die Mehrwegangebotspflicht gilt seit Januar 2023 für Veranstaltungen mit Verkaufsständen in Deutschland, wobei kleine Betriebe bis 80 Quadratmeter und maximal fünf Vollzeitmitarbeiter Ausnahmen haben.
- Die Wahl des geeigneten Pfandmodells hängt vom Veranstaltungsort ab, wobei klassische Becherpfand, digitale Systeme, Pfandmarken oder vertrauensbasierte Leihsysteme jeweils für bestimmte Einsatzszenarien optimal sind.
- Ein funktionierendes Rücknahme- und Spüllogistik-Konzept sowie klare Kommunikation sind entscheidend, um Rückgabequoten zu steigern und organisatorische Probleme zu vermeiden.
- Die Kosten für ein Pfandsystem variieren, liegen meist zwischen 1 und 2 € Pfand, und werden durch Pfandaufschläge oder Gebühren gedeckt, wobei kommunale Zuschüsse eventuell möglich sind.
- Eine professionelle Unterstützung durch spezialisierte Eventservices erleichtert die Organisation, Koordination und technische Umsetzung des Pfandsystems bei größeren Veranstaltungen.
Inhaltsverzeichnis
- Wann greift die Mehrwegangebotspflicht nach dem VerpackG?
- Welches Pfandmodell passt zu Ihrer Veranstaltung?
- Wie organisieren Sie Rückgabe, Spülmobil und Abwasser?
- Was kostet ein Pfandsystem und wie lässt es sich finanzieren?
- Wie informieren Sie Gäste und Personal am Veranstaltungstag?
- Perspektive von Frankies Eventservice: Warum sich Mehrweg jetzt lohnt
- Ihr Pfandsystem in guten Händen: So unterstützt Frankies-Eventservice
- Weiterlesen: Offizielle Leitfäden zum Thema
- Quellen
- FAQ
Wann greift die Mehrwegangebotspflicht nach dem VerpackG?
Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland die Mehrwegangebotspflicht nach §33 und §34 des Verpackungsgesetzes. Wer Speisen oder Getränke in Einwegverpackungen zum Verzehr vor Ort ausgibt, muss eine Mehrwegalternative anbieten. Das betrifft nicht nur Restaurants und Imbisse, sondern ausdrücklich auch Veranstaltungen mit Verkaufsständen.
Die Pflicht greift allerdings nicht für jeden Kleinstand automatisch in voller Härte. Entscheidend ist die Größe des Betriebs: Wer eine Verkaufsfläche unter 80 Quadratmetern hat und höchstens fünf Vollzeitstellen beschäftigt, gilt als kleiner Betrieb. Für diese Gruppe reicht es, dass Kunden eigene Mehrwegbehälter mitbringen dürfen, ein eigenes Pfandsystem ist dann nicht zwingend vorgeschrieben. Bei größeren Ständen oder wenn der Veranstalter selbst als Ausgabestelle auftritt, sieht die Sache anders aus.
Zusätzlich mischen viele Kommunen mit eigenen Satzungen mit. Eisenach etwa hat eine neue Mehrwegsatzung beschlossen, die ab Mai 2026 gilt und über die Bundesregelung hinausgeht. Fragen Sie also frühzeitig beim Ordnungsamt nach, ob eine lokale Satzung zusätzliche Vorgaben macht. Das gehört in jede Genehmigungsanfrage, nicht erst in die letzte Planungswoche.

Welches Pfandmodell passt zu Ihrer Veranstaltung?
Die Wahl des richtigen Systems entscheidet, ob der Getränkeausschank reibungslos läuft oder an der Bar ein Rückstau entsteht. Vier Modelle haben sich im deutschen Eventbetrieb etabliert:
- Barpfand mit Pfandbechern: Der Klassiker. Jeder Becher kostet einen festen Aufschlag, der bei Rückgabe erstattet wird. Einfach zu verstehen, aber personalintensiv, weil an jedem Ausgabepunkt Bargeld vorgehalten werden muss.
- Digitale Pfandmodelle: App-basierte Lösungen oder RFID-Chips, oft gekoppelt an den Einlasschip. Sie reduzieren Bargeldhandling erheblich, brauchen aber stabiles Netz oder eine bestehende Chip-Infrastruktur. Für ein einmaliges Dorffest lohnt sich der technische Aufwand selten.
- Pfandmarken beziehungsweise Wertmarken: Physische Token, die gegen Getränke eingetauscht werden. Bei Vereinsfesten und Stadtfesten bewährt, weil sie Ausgabe und Abrechnung stark vereinfachen, ganz ohne Technik.
- Vertrauensbasierte Leihsysteme: Kein Pfand, nur die Zusage zur Rückgabe. Funktioniert gut bei geschlossenen Events mit überschaubarem Publikum, etwa Firmenfeiern oder Hochzeiten mit festem Gästekreis. Auf offenen Stadtfesten mit unbekanntem Publikum ist die Rücklaufquote dagegen deutlich unsicherer.
Wichtiger als das perfekte Modell ist ein einheitliches System über die ganze Veranstaltung. Wenn jeder Stand sein eigenes Pfand handhabt, verlieren Besucher schnell die Übersicht, und genau das drückt die Rückgabequote.
Wie organisieren Sie Rückgabe, Spülmobil und Abwasser?
Ein Pfandsystem steht und fällt mit der Logistik dahinter. Drei Fragen entscheiden, ob am Ende Berge schmutzigen Geschirrs herumstehen oder alles glatt läuft:
- Rücknahme organisieren. Bei kleinen Festen reicht Rücknahme direkt am Stand. Ab einer gewissen Standdichte, etwa auf einem Stadtfest mit zwanzig Ausschankpunkten, lohnt sich eine Kombination: dezentrale Rücknahme an den Ständen plus zentrale Sammelstellen an Knotenpunkten. Das entlastet einzelne Stände in Stoßzeiten.
- Spülmobil einplanen. Ein Spülmobil übernimmt die Reinigung direkt vor Ort und spart den Transport zu externen Spülstationen. Leitfäden für abfallarme Großveranstaltungen empfehlen eine Grobreinigung an der Sammelstelle, bevor das Geschirr ins Spülmobil geht, das spart Kapazität und Zeit im Spülzyklus selbst.
- Abwasser und Genehmigung klären. Spülmobile brauchen einen Wasseranschluss und eine geregelte Abwasserentsorgung. Ohne frühzeitige Abstimmung mit Kommune und Entsorger drohen im schlimmsten Fall Auflagen, die erst am Veranstaltungstag auffallen, und dann ist es zu spät.
Bei größeren Besucherzahlen braucht es außerdem mehrere Sammelintervalle über den Tag verteilt und Personal, das mit der Auslastung mitwächst. Ein Probelauf vor dem eigentlichen Event zahlt sich hier fast immer aus.
Was kostet ein Pfandsystem und wie lässt es sich finanzieren?
Die Kosten verteilen sich auf fünf Blöcke: Anschaffung oder Miete der Behälter, Spülservice, zusätzliches Personal, Transportlogistik und die Verwaltung des Pfandgeldes selbst. Bei Poolmiete zahlen Sie pro genutztem Becher, bei Kauf tragen Sie die Anschaffung einmalig, dafür bleibt die Ausstattung im eigenen Bestand.

Die Pfandhöhe orientiert sich am besten an den Wiederbeschaffungskosten des Behälters, nicht an einer Wunschzahl. Ein einfacher Pfandbecher liegt meist bei 1 bis 2 €, hochwertige Mehrwegbecher mit Umweltzeichen wie dem Blauen Engel, die für mehr als 500 Spülzyklen ausgelegt sind, rechtfertigen eher die obere Spanne. Zu niedriges Pfand verführt Gäste, den Becher einfach mitzunehmen, das treibt Ihre Nachbeschaffungskosten in die Höhe.
Refinanziert wird das System meist über einen kleinen Ticketzuschlag, einen separaten „Mehrweg-Euro“ pro Getränk oder eine Pauschale für den Spülservice, die auf den Getränkepreis umgelegt wird. Manche Kommunen bezuschussen Mehrwegkonzepte im Rahmen ihrer Abfallvermeidungsprogramme, das lohnt sich vorher bei der Stadt zu erfragen, gerade bei wiederkehrenden Vereinsfesten.
Wie informieren Sie Gäste und Personal am Veranstaltungstag?
Ein gutes Pfandsystem scheitert selten an der Technik, sondern an der Kommunikation. Wenn Gäste nicht wissen, wo sie den Becher zurückgeben, bleibt er in der Tasche oder landet im Gebüsch.
Beginnen Sie vor dem Event: Website, Ticketbestätigung und Einlassinformationen sollten das Pfandsystem kurz erklären, inklusive Pfandhöhe und Rückgabeort. Vor Ort brauchen Sie sichtbare Beschilderung an jeder Ausgabe- und Rückgabestelle, idealerweise mit Symbolen statt langer Texte, denn niemand liest an einer Bar einen Absatz Fließtext.
Ihr Personal spielt die zentrale Rolle:
- Schulen Sie das Team klar in Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung ans Spülmobil.
- Planen Sie Reservekräfte für Stoßzeiten ein, etwa nach einer Bühnenshow, wenn alle gleichzeitig zur Bar strömen.
- Halten Sie Pfandgeld zentral vorrätig statt an jedem einzelnen Stand, das vermeidet Liquiditätsengpässe bei einzelnen Standbetreibern.
- Positionieren Sie Rückgabestellen an Laufwegen, nicht in Sackgassen des Geländes.
Profi-Tipp: Stellen Sie an stark frequentierten Rückgabepunkten einen kleinen Sammelbehälter mit Sichtfenster auf. Wenn Gäste sehen, dass schon viele Becher zurückgekommen sind, geben sie ihren eher auch zurück, ein einfacher sozialer Effekt, der messbar mehr Rücklauf bringt als jedes Schild.
Perspektive von Frankies Eventservice: Warum sich Mehrweg jetzt lohnt
Aus der Praxis heraus lässt sich sagen: Ein durchdachtes Pfandsystem verändert nicht nur die Abfallmenge, sondern auch, wie ein Fest wirkt – zum Beispiel mit passenden Nefisso Vorratsboxen für Event-Verpflegung, die sich ideal in Catering-Sets einbinden lassen. Gäste erkennen recht schnell, ob eine Veranstaltung durchorganisiert ist oder ob am Ausschank improvisiert wird, und Mehrweg sendet unbewusst genau dieses Signal von Ordnung.
Ein regionaler Getränkeservice kann Feiern von Schützenfesten bis Firmenfeiern mit einem kompletten Serviceansatz von der Planung bis zur Durchführung betreuen. Diese regionale Nähe hilft konkret: Wer die üblichen Standorte und Vereinsstrukturen vor Ort kennt, plant Rückgabestellen und Personaleinsatz realistischer als jemand von außerhalb. Wenn Sie über die Einführung eines Pfandsystems nachdenken, lohnt sich ein Gespräch über Zapfservice, Thekenbetrieb und die passende Personalstärke, bevor der Ausschank steht.
— Mustafa
Ihr Pfandsystem in guten Händen: So unterstützt Frankies-Eventservice
Ein professioneller Eventservice übernimmt für Veranstalter genau die Arbeit, die ein Pfandsystem im Alltag aufwendig macht: Zapfanlage, geschultes Servicepersonal und die Koordination an der Theke, damit Ausgabe und Rücknahme nicht im Chaos enden. Statt sich selbst um Bierwagen, Personalsuche und Ablauforganisation zu kümmern, bekommen Sie ein eingespieltes Team, das den Thekenbetrieb von der Zapfanlage bis zur letzten Rückgabe kennt.

Ob Schützenfest, Vereinsfeier oder Firmenevent: Für den Getränkeservice bei Schützenfesten liefert Frankies-Eventservice Zapfservice und Thekenbetrieb aus einer Hand, inklusive der Erfahrung, wie Rückgabepunkte im laufenden Betrieb organisiert werden. Wer zusätzlich eine mobile Bar für Cocktails plant, findet mit der Bambustheke in Lennestadt eine passende Ergänzung, die sich ebenso ins Mehrwegkonzept einbinden lässt. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und fragen Sie ein individuelles Angebot für Ihre Veranstaltung an, damit Getränkeausschank und Pfandlogistik am Eventtag ineinandergreifen.
Weiterlesen: Offizielle Leitfäden zum Thema
Der Wegweiser Mehrweg erklärt die gesetzliche Lage detailliert. Der Leitfaden für abfallarme Großveranstaltungen liefert die Spüllogistik. Das UBA-Dokument zu Best-Practice-Beispielen zeigt reale Umsetzungen aus Kiel und der Kieler Woche.
Quellen
FAQ
Ist ein Pfandsystem auf Veranstaltungen gesetzlich vorgeschrieben?
Nicht immer direkt, aber die Mehrwegangebotspflicht nach §33 und §34 VerpackG verpflichtet viele Veranstalter zur Bereitstellung einer Mehrwegalternative, oft in Form eines Pfandsystems.
Welches Pfandmodell eignet sich für kleine Vereinsfeste?
Pfandmarken oder klassisches Barpfand mit Pfandbechern funktionieren bei Vereins- und Dorffesten am zuverlässigsten, weil sie ohne technische Infrastruktur auskommen.
Wie hoch sollte die Pfandhöhe angesetzt werden?
Die Pfandhöhe sollte sich an den Wiederbeschaffungskosten des Behälters orientieren, üblich sind 1 bis 2 € pro Becher, je nach Qualität und Langlebigkeit des Materials.
Brauche ich für ein Spülmobil eine Genehmigung?
Ja, wegen Wasseranschluss und Abwasserentsorgung sollten Sie frühzeitig mit der Kommune und dem zuständigen Entsorger sprechen, um Auflagen und Bußgelder zu vermeiden.
Kann Frankies-Eventservice bei der Umsetzung eines Pfandsystems helfen?
Ein Eventservice unterstützt Veranstalter mit Zapfservice, Thekenbetrieb und geschultem Personal, das Ausgabe und Rücknahme im laufenden Eventbetrieb koordiniert.
