Ja, Mehrweg lohnt sich für die meisten Veranstaltungen in Deutschland, und in vielen Fällen ist es sogar Pflicht. Am praktikabelsten sind ein regionaler Pool mit externer Reinigung oder, bei geschlossenen Events mit Einlasskontrolle, ein pfandfreies Vertrauensmodell. Beides erfüllt die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht, verbessert die Ökobilanz gegenüber Einweg und funktioniert logistisch, wenn Sie vorher Partner, Mengen und Hygieneregeln klären.
Kurz gesagt:
- Bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen empfiehlt sich ein Poolsystem oder ein Spülmobil, um die Logistik und Hygiene effizient zu gewährleisten.
- Das deutsche Verpackungsgesetz verlangt seit 2023, Getränke in Mehrwegangeboten anzubieten, wenn in Einwegbechern verkauft wird, mit einem Pfand von etwa 2 €.
- Für große Events ist industrielles Spülen in einer Spülstraße ökonomischer und hygienischer, während bei kleineren Veranstaltungen ein Spülmobil oder eigene Becher praktischer sein kann.
- Der empfohlene Pfandwert von 2 € fördert die Rückgabe, wobei bei geschlossenen Events auch pfandfreie Modelle mit kontrolliertem Zugang möglich sind.
- Ein professioneller Getränkeservice wie Frankies-Eventservice übernimmt das Mehrwegbecher-Handling vollständig und sorgt für reibungslose Abläufe.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Systemtypen gibt es und welcher passt zu welcher Veranstaltung?
- Was schreibt das Verpackungsgesetz für Veranstalter vor?
- Wie organisieren Sie Reinigung und Transport der Becher?
- Wie hoch sollte das Pfand sein und wie steigern Sie die Rücklaufquote?
- Welches Material und welche Größe eignen sich für Ihren Becher?
- Was kostet ein Mehrwegsystem wirklich?
- Praxis-Checkliste: Was Sie wann erledigen sollten
- Perspektive Frankies Eventservice: Praktische Erfahrungen aus dem Sauerland
- Wie Frankies Eventservice Sie praktisch unterstützt
- Quellen
- FAQ
Welche Systemtypen gibt es und welcher passt zu welcher Veranstaltung?
Vier Modelle dominieren die Praxis. Der Eigenbestand eignet sich für kleinere, wiederkehrende Veranstaltungen wie Vereinsfeste, weil Sie die Becher selbst lagern und reinigen. Ein Poolsystem bündelt Becher mehrerer Anbieter über einen regionalen Dienstleister und passt zu mittelgroßen Events mit mehreren Ständen. Das Spülmobil kommt direkt auf das Gelände und lohnt sich bei Veranstaltungen ohne Zugang zu einer Spülstraße in der Nähe. Bei Mitbringsystemen bringen Gäste eigene Gefäße mit, was nur bei kleinen, informellen Anlässen praktikabel ist.
- Eigenbestand: geringe Kosten, aber hoher Reinigungsaufwand vor Ort
- Poolsystem: skaliert gut, braucht aber verlässliche regionale Reinigungspartner
- Spülmobil: unabhängig von externer Logistik, benötigt jedoch Wasseranschluss und Fläche
- Mitbringsystem: kaum Kosten, aber schwer kontrollierbare Hygiene
Entscheidend sind Besucherzahl, ob es eine Einlasskontrolle gibt, die Entfernung zur nächsten Spülstraße und ob das Gelände stabiles Mobilfunknetz für digitale Pfandlösungen bietet.
Was schreibt das Verpackungsgesetz für Veranstalter vor?
Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland die Mehrwegangebotspflicht nach §33 und §34 VerpackG. Wer Getränke in Einwegbechern verkauft, muss den Gästen gleichwertig eine Mehrwegalternative anbieten, und zwar zu keinem höheren Preis. Ausgenommen sind nur sehr kleine Betriebe mit höchstens fünf Vollzeitkräften und höchstens 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Bei Veranstaltungen mit mehreren Ständen zählt oft die Fläche pro Betrieb, nicht die Gesamtfläche des Geländes, weshalb sich das genau vorab mit dem zuständigen Ordnungsamt klären lässt.
Zur Zahl: Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt einheitliche Mehrwegsysteme mit personell besetzten Rückgabestationen und nennt rund 2 € als üblichen Pfandwert.
Wer die Angebotspflicht ignoriert, riskiert Bußgelder und Beanstandungen durch die Marktüberwachung. Praktisch reicht es, entweder einem Pool beizutreten, eigene Mehrwegbehälter vorzuhalten oder unter strengen Hygieneauflagen kundeneigene Gefäße zu befüllen.
Wie organisieren Sie Reinigung und Transport der Becher?

Ab einer gewissen Menge lohnt sich industrielles Spülen in einer Spülstraße, weil die Durchlaufzeit pro Becher deutlich kürzer ist als bei einem Spülmobil vor Ort. Unter freiem Himmel, ohne Wasser- und Abwasseranschluss, ist ein Spülmobil oft die einzige realistische Option, braucht dafür aber Stellfläche und einen eigenen Stromanschluss.
Für die Mengenplanung gilt eine einfache Faustregel: Halten Sie mindestens so viele Mehrwegteile vor, wie sonst an einem Einweg-Tag ausgegeben würden, oft sogar etwas mehr, weil Gäste die Becher gerne länger behalten.
- Kurze Abholfenster mit dem Reinigungspartner vereinbaren, statt einmal am Tagesende
- Regionale Dienstleister bevorzugen, denn bei der Eventlogistik und Ablaufplanung zeigt sich, dass lange Transportwege die Ökobilanz von Mehrweg zunichtemachen können
- Übergabepunkte mit Caterern klar definieren, damit niemand auf leere Becher wartet
- Bei großen Arealen: Lastenrad oder kleine Transporter statt Pkw-Pendelverkehr einplanen
Profi-Tipp: Sprechen Sie Spülzyklen schon bei der Angebotsanfrage an den Caterer an, nicht erst eine Woche vor dem Event. Wer erst kurzfristig fragt, bekommt selten noch ein Zeitfenster in der Spülstraße.
Wie hoch sollte das Pfand sein und wie steigern Sie die Rücklaufquote?
Rund 2 € pro Becher hat sich als praxisüblicher Pfandwert etabliert, weil er hoch genug ist, um Rückgabe zu motivieren, aber niedrig genug bleibt, um Gäste nicht zu verärgern. Auf geschlossenen Events mit Einlasskontrolle funktioniert auch ein pfandfreies Vertrauensmodell, weil die Betreiber wissen, wer das Gelände verlässt und wann.
- Bargeldpfand ist am schnellsten einzuführen, verlangt aber Wechselgeld und zusätzliches Personal an der Kasse.
- Digitale Pfandrückgabe über Chip oder App beschleunigt den Durchsatz an belebten Theken, ist aber auf großflächigen Geländen mit schwacher Netzabdeckung unzuverlässig.
- Spendenmodell wandelt nicht abgeholtes Pfand in eine Spende um und reduziert Reibung an der Ausgabe.
Platzieren Sie Rückgabestationen sichtbar in der Nähe der Ausgänge, nicht nur an den Verkaufsständen, und briefen Sie Ihr Personal auf klare Abläufe bei Stoßzeiten, etwa kurz vor dem Hauptact oder beim Einlassschluss. Mehr zu den einzelnen Modellen finden Sie im Vergleich der Pfandsysteme für Veranstaltungen.
Welches Material und welche Größe eignen sich für Ihren Becher?
Die Materialwahl entscheidet über Haltbarkeit und Reinigungstauglichkeit. Polypropylen (PP) ist leicht, günstig und für einfache Feste völlig ausreichend, hält aber weniger Spülzyklen aus als Polycarbonat (PC), das sich für Events mit mehreren hundert Nutzungszyklen pro Becher lohnt. Praxisberichte zeigen, dass Mehrweg nach etwa 10 bis 15 Nutzungen ökologisch besser abschneidet als Einweg, PC-Becher erreichen diese Schwelle also deutlich schneller wieder.
- 0,2 bis 0,3 Liter für Wein oder Softdrinks bei Familienfesten
- 0,4 Liter als Standardgröße für Bier auf Schützenfesten und Dorffesten
- Neutrale Poolbecher ohne aufwendiges Branding reduzieren den Schwund, weil sie nicht als Souvenir mitgenommen werden
- Stark individualisierte Becher erhöhen dagegen den Ersatzbedarf, eignen sich aber gut als bewusstes Merchandise-Element
Was kostet ein Mehrwegsystem wirklich?
Vier Kostenblöcke bestimmen das Budget: Anschaffung oder Miete der Becher, Reinigung pro Einheit, Transport zum und vom Reinigungspartner sowie Personal für Ausgabe und Rückgabe. Dazu kommt ein Schwundpuffer, denn ein Teil der Becher geht immer verloren oder wird beschädigt.
Rechenbeispiel für 1.000 Gäste: Bei durchschnittlich zwei Bechern pro Person braucht es etwa 2.000 Ausgaben. Mit einem Pfand von 2 € pro Becher, wie es die Deutsche Umwelthilfe als Praxiswert nennt, sichern Sie einen Großteil der Rückläufe finanziell ab, unabhängig von den tatsächlichen Reinigungskosten pro Zyklus.
Sponsoring durch lokale Betriebe, die Kombination mit Merchandise-Verkauf und ein sauberes Pfandmanagement helfen, die Restkosten gegenüber Einweg auszugleichen. Wer die Getränkeausgabe ohnehin outsourct, kann Mehrweg direkt in die Angebotskalkulation des Thekenservices einrechnen lassen.
Praxis-Checkliste: Was Sie wann erledigen sollten
- Vor dem Event: System wählen (Pool, Eigenbestand oder Spülmobil), Mengen anhand der erwarteten Gästezahl schätzen, Hygienekonzept festlegen und Reinigungspartner frühzeitig buchen.
- Während des Events: Personal klaren Rollen zuweisen, Rückgabeprozesse an gut sichtbaren Stationen einrichten und Gäste über Aushänge oder Ansagen informieren.
- Nach dem Event: Abholung mit dem Reinigungspartner koordinieren, Spülprozess dokumentieren, Pfand abrechnen und die Rücklaufquote für die nächste Veranstaltung auswerten.
Profi-Tipp: Notieren Sie die Rücklaufquote nach jedem Event in einer einfachen Tabelle. Nach zwei oder drei Veranstaltungen sehen Sie genau, ob Ihr Pfandwert oder Ihre Stationsplatzierung angepasst werden muss.
Perspektive Frankies Eventservice: Praktische Erfahrungen aus dem Sauerland
Bei Hochzeiten, Schützenfesten und Firmenfeiern im Sauerland gehört Mehrweg inzwischen zum Standardangebot, nicht zur Ausnahme. Drei Dinge haben sich dabei immer wieder bestätigt: Personalplanung entscheidet über die Rücklaufquote mehr als das gewählte Pfandmodell. Klare Kommunikation an der Theke, ein Satz reicht oft schon, senkt Rückfragen spürbar. Und Pfandhandling läuft reibungsloser, wenn eine Person ausschließlich dafür zuständig ist, statt es nebenbei mitlaufen zu lassen.
— Mustafa
Wie Frankies Eventservice Sie praktisch unterstützt
Frankies-Eventservice übernimmt den Getränkeservice inklusive Mehrwegbecher-Handling komplett, damit Sie sich nicht selbst um Pfandlogistik und Rückgabestationen kümmern müssen. Das unterscheidet den Ansatz von einer reinen Bechervermietung: Sie bekommen Thekenservice, Zapfanlage und geschultes Personal aus einer Hand, abgestimmt auf Ihre Gästezahl und Ihr Gelände.

Für Vereinsfeste und Schützenfeste gibt es die passende Angebotsseite für Getränkeservice bei Schützenfesten, für Hochzeiten die Übersicht zum Thekenservice bei Hochzeiten im Sauerland. Wer eine mobile Cocktailbar mit Bambustheke sucht, findet feste Pakete ab 425 € für 50 Cocktails, gestaffelt bis 200 Cocktails für 1.400 €. Eine Anfrage braucht nur wenige Angaben: Gästezahl, Veranstaltungsort und gewünschtes Datum. Den vollständigen Leistungsüberblick inklusive Servicepersonal, Eventmöbel und Fun-Food-Modulen finden Sie auf der Serviceseite von Frankies-Eventservice, Preise für Thekenservice und Zapfanlage nennt das Team auf Anfrage individuell.
Quellen
Vertiefende Informationen liefern der Wegweiser Mehrweg für Veranstalter zur Rechtslage, der Praxisleitfaden der DUH, der Bonner Hygieneleitfaden Mehrweg und das Handbuch Mehrweg auf Großveranstaltungen mit Fallstudien wie Labor Tempelhof.
FAQ
Ist Mehrweg bei Veranstaltungen in Deutschland Pflicht?
Für die meisten gastronomischen Anbieter ja, seit Januar 2023 gilt die Mehrwegangebotspflicht nach VerpackG. Ausgenommen sind nur Betriebe mit höchstens fünf Vollzeitkräften und höchstens 80 Quadratmetern Verkaufsfläche.
Wie hoch sollte das Pfand pro Becher sein?
Rund 2 € haben sich als praxisüblicher Wert etabliert. Bei geschlossenen Events mit Einlasskontrolle funktioniert auch ein pfandfreies Modell.
Wie viele Mehrwegbecher braucht man pro Veranstaltung?
Als Faustregel gilt, mindestens so viele Becher vorzuhalten, wie sonst am Einweg-Tagesbedarf ausgegeben würden, oft sogar etwas mehr. Bei 1.000 Gästen und zwei Bechern pro Person sind das grob 2.000 Ausgaben.
Dürfen Gäste eigene Becher mitbringen und befüllen lassen?
Nur wenn die Gefäße sauber sind und geschultes Personal die Befüllung übernimmt, so empfiehlt es der Lebensmittelverband in seinem Merkblatt. Sichtbare Hinweise zu den Annahmeregeln sind zusätzlich sinnvoll.
Was kostet ein Getränkeservice mit Mehrwegbecher-Handling bei Frankies-Eventservice?
Die mobile Cocktailbar startet bei 425 € für ein Paket mit 50 Cocktails, gestaffelt bis 1.400 € für 200 Cocktails. Für Thekenservice, Zapfanlage und Servicepersonal nennt Frankies-Eventservice die Preise individuell auf Anfrage über die Serviceseite.
